Poppes Landhaus
Poppes Landhaus entstand um 1770 im Bremer Stadtteil Obervieland und gehört zur seltenen Spätrokoko-Architektur der Stadt.
Das Anwesen war ursprünglich für den Bremer Kaufmann Poppe bestimmt. Sandsteinerne Tür- und Fensterrahmen prägen das Gebäude, dessen geschwungene Treppe zu den auffälligen Details zählt. Im Erdgeschoss lagen Wohnräume, während das Obergeschoss einen Saal aufnahm. Ein englischer Garten umgab das Haus einst und reichte bis zum heutigen Arster Autobahnzubringer. Der hintere Landschaftspark verwilderte später, doch eine Sandsteinskulptur mit drei spielenden Putten und Delfinen blieb erhalten. Die Skulptur steht ebenfalls unter Denkmalschutz.
Seit 1928 gehörte das Anwesen der Jakobi-Gemeinde, die dort ein Gemeindehaus und einen Kindergarten einrichten ließ. Die St.-Markus-Gemeinde entstand dort im Jahr 1953. Bis 1955 entstand in der Nähe die St.-Markus-Kirche, später diente das Haus als Pfarrhaus und Wohngebäude. In den späten neunziger Jahren wurde Poppes Landhaus verkauft. Zuvor beherbergte es viele Jahre das Restaurant und den Weinladen Poppes Landgut mit Räumen zu Rotwein, Pastoren und Gärten. Bremens Denkmalschutz gilt für das Haus seit 1973.
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