Mühle Oberneuland
Die Mühle Oberneuland ist eine Windmühle im Bremer Stadtteil Oberneuland.
Ihre Vorgeschichte reicht bis zu einer Bockwindmühle zurück. Diese wurde wahrscheinlich im frühen siebzehnten Jahrhundert errichtet und 1768 erstmals schriftlich dokumentiert. Ein Brand zerstörte den Vorgänger im Jahr 1840. Brünn Ehlers errichtete 1848 den heutigen Galerieholländer mit dreigeschossigem, achteckigem Sockel aus verputztem Mauerwerk. Sein Mühlenkörper und seine Kappe tragen eine Reetdeckung. Vier jalousierte Flügel richten sich über eine Windrose automatisch nach der Windrichtung aus. Die Windmühle ist als Anlage mit Windkraft voll funktionsfähig. Seit dem Jahr 1953 steht die Mühle unter Denkmalschutz. Die Stadt Bremen erhielt sie 1964 als Geschenk und ließ sie anschließend restaurieren. Seit 1972 arbeitet die Mühle als Außenstelle des Focke-Museums, des Bremer Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte. Dort zeigt die Dauerausstellung Vom Korn zum Brot den Weg vom Getreide zum Mehl und weiter zum Brot. Die Ausstellung erklärt, wie Windkraft Getreide zu Mehl mahlte und daraus Brot entstand. Die Mühle ist außerdem eine Station an der Niedersächsischen Mühlenstraße. Als Wahrzeichen von Oberneuland bewahrt sie landwirtschaftliche Geschichte und macht traditionelles Mahlen nachvollziehbar.
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