Landhaus Louisenthal / Ortsamt Horn-Lehe
Das Landhaus Louisenthal, auch Landhaus Möller genannt, steht im Bremer Stadtteil Horn-Lehe. Der Bau entstand um 1815 für Bürgermeister Georg Gröning.
Die verputzte, ein- und zweigeschossige Anlage verbindet ein Satteldach mit einem dreiachsigen Portikus. Ionische Kapitelle schmücken den Portikus auf der Erdgeschossebene. Im Obergeschoss stehen Figurensäulen, während das Giebeldreieck figürliche Verzierungen und der Innenraum Medaillons bewahrt. Auch einige alte Säulenköpfe sind im Inneren erhalten.
Das Anwesen wechselte später mehrfach seine Nutzung und wurde Café, Weinstube, Internat, Kinderheim sowie schließlich ein Hotel. Das Gebäude erfüllte dabei über Jahrzehnte zahlreiche unterschiedliche Funktionen. Der Bremer Kaufmann Friedrich Ludwig Möller erwarb das Anwesen 1868. Sein Name blieb als weitere Bezeichnung des Herrenhauses erhalten.
Nach einem Umbau bewahrte die historische Hauptfassade ihre Gestalt, während das Innere weitgehend neu aufgebaut wurde. Der Portikus blieb bei der Sanierung als prägendes Fassadenelement sichtbar. Seit 2014 beherbergt das Haus das Ortsamt Horn-Lehe und bietet Raum für Ausstellungen und Veranstaltungen. Das Gebäude steht in Bremen seit 1973 unter Denkmalschutz. Die Hauptfassade mit Portikus und Figuren gilt als prägender Bestandteil des historischen Bremer Stadtbilds.
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