Körner-Denkmal
Das Körner-Denkmal in Bremen steht im Körnerwall, einem U-förmigen Platz der Ostertorvorstadt. Zweigeschossige Reihenhäuser mit klassizistischen Fassaden umgeben die Grünfläche. Heinrich Carl Oldehoff legte den Platz 1859 an und gab ihm zu Ehren Theodor Körners seinen Namen. Die einheitliche Bebauung entwarf der Maurermeister Johann Bummerstedt.
Die lebensgroße Bronzestatue schuf der Bildhauer Johann Andreas Deneys, gegossen wurde sie von Felix Chopin in Sankt Petersburg. Auf einem Sandsteinsockel hält Theodor Körner eine Lyra und ein Schwert. Damit verweist die Darstellung auf seine Rollen als Dichter und Soldat, bevor sie am 26. November 1865 enthüllt wurde. Der Ort gehört zu den frühen lebensgroßen Körner-Darstellungen in Deutschland und steht seit 1973 unter Denkmalschutz. Patriotische Lieder machten Körner nach seinem Tod 1813 bekannt, später vereinnahmten ihn auch politische Bewegungen wie die Nationalsozialisten.
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