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Haus des Glockenspiels

Das Haus des Glockenspiels steht in der Böttcherstraße im Bremer Stadtzentrum und verbindet rote Backsteinfassaden mit Neorenaissance-Formen. Im Turm erklingen dreißig Glocken aus Meißner Porzellan. Während des Spiels drehen sich zehn Holztafeln und zeigen Reliefs berühmter Seefahrer und Flieger, darunter Christoph Kolumbus und Charles Lindbergh. Bernhard Hoetger entwarf die Tafeln.

Zwei alte Lagerhäuser wurden 1922 zu einem Bürogebäude der Bremen America Bank umgebaut. Eduard Scotland und Alfred Runge planten den Bau. Ludwig Roselius leitete das Projekt und war als Kaffeekaufmann an der Erfindung koffeinfreien Kaffees beteiligt. Das Carillon kam 1934 hinzu und knüpfte an eine mittelalterliche Tradition an. Brandschäden im Jahr 1944 führten zur Restaurierung und zum Ersatz der Glocken durch weiße Porzellanglocken. Die Holztafeln überstanden den Krieg unbeschädigt und wurden 1991 restauriert. Besonders eindrücklich bleibt der Moment, in dem die Glocken erklingen und sich die Reliefs im Turm bewegen.

Stadt
Bremen
Aktualisiert

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