Rafenstein
Rafenstein, auf Italienisch Castel Rafenstein, ist eine mittelalterliche Burgruine auf einem felsigen Vorsprung im Tal der Talfer bei Bozen. Der Name verweist auf den mittelalterlichen Begriff für Fels. Die Anlage entstand im dreizehnten Jahrhundert und kontrollierte im Mittelalter die Nebenroute zwischen Rauhenbühel und Bozen. Eine frühe Urkunde führt Rafenstein als Lehen des Bischofs von Trient. Nach einer Belagerung im dreizehnten Jahrhundert wurde die Burg teilweise zerstört und später unter wechselnden Besitzern mehrfach umgebaut. Zu den Besitzern gehörten die Brüder von Wangen und Francisk von Rafenstain. Im sechzehnten Jahrhundert erhielt Rafenstein neue Mauern, Türme und ein deutliches Erscheinungsbild der Renaissance. Im neunzehnten Jahrhundert verfiel die aufgegebene Burg. Kriegsschäden aus der napoleonischen Zeit verstärkten den Verfall und prägten die erhaltene Ruinenstruktur. Restaurierungsarbeiten begannen um zweitausendneun und machten die Ruinen wieder öffentlich zugänglich. Vor Ort erkennst du die Reste der mittelalterlichen Küche, der Mauern und der Renaissance-Marmorfriese. Ein kleines Museum zeigt archäologische Funde und ein Burgmodell aus jener Zeit.
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