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Fontana di re Laurino - Laurinbrunnen

Der Fontana di re Laurino, auch Laurinbrunnen genannt, steht in Bozen vor dem Eingang des Palais Widmann. Der Brunnen zeigt eine Szene aus dem Rosengarten. In der Sage besiegt Dietrich von Bern den Zwergenkönig Laurin, dessen Name den Brunnen prägt. Die Bildhauer Andreas Kompatscher und Arthur Winder schufen ihn. Sein erster Standort lag an der Bozner Wassermauer, mit Blick auf den Rosengarten und im Auftrag des Talferleege Culturvereins. Faschisten rissen den Brunnen später in Bozen gewaltsam ab. Danach gelangte er in das Bozner Stadtmuseum und später in das Kriegsmuseum von Rovereto. Nach langen Bemühungen kehrte er nach Bozen zurück. Der leicht versetzte Brunnen steht am Silvius-Magnago-Platz vor dem Eingang des Palais Widmann. Seine Geschichte bleibt innerhalb der Südtiroler Gesellschaft politisch umstritten. Italienische und deutschsprachige rechte Kräfte deuten die Figuren gegensätzlich als Zeichen ethnisch-nationalistischer Konflikte oder als identitätsstiftendes Denkmal. Der Standort verlangt deshalb eine erklärende Betrachtung seiner Geschichte. Die gewaltsame Entfernung verwandelte den ursprünglich touristisch gedachten Brunnen in ein umkämpftes öffentliches Zeichen. Seine Figuren verbinden in Bozen Sage und Erinnerung.

Stadt
Bozen
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