Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz steht in Berlin und verbindet Theatergeschichte mit markanter Architektur. Oskar Kaufmann entwarf das Gebäude zwischen 1913 und 1914.
Die Fassade trägt Skulpturen von Franz Metzner und spiegelt die Ziele der Bewegung Freie Volksbühne. Am 30. Dezember 1914 öffnete das Theater erstmals. Die Bewegung wollte Theater für die Arbeiterklasse zugänglich machen und prägte damit den sozialen Anspruch des Ortes. Die ursprüngliche Inschrift lautete: Die Kunst dem Volke.
Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Volksbühne schwere Schäden, bevor Hans Richter sie zwischen 1950 und 1954 wiederaufbaute. Frank Castorf übernahm 1992 die künstlerische Leitung des Hauses. Seine ambitionierten Produktionen trugen zur internationalen Bekanntheit bei und stehen für experimentelles, provokantes Theater. Konzerte, Filmvorführungen und literarische Veranstaltungen erweitern das kulturelle Programm.
So treffen an diesem Berliner Ort Architektur, gesellschaftliche Fragen und unterschiedliche Formen der darstellenden Kunst aufeinander. Die markante Fassade bewahrt deutlich Kaufmanns architektonische Handschrift. Nach den Kriegsschäden verband der Wiederaufbau unter Hans Richter erhaltene Gestaltungselemente mit den Anforderungen eines modernen Theaterbetriebs. Die Volksbühne bietet Raum für etablierte und aufstrebende Künstler. Ihre Geschichte reicht von der Arbeiterkultur des frühen zwanzigsten Jahrhunderts bis zu zeitgenössischen, gesellschaftlich anregenden Bühnenformen. Berlin findet hier ein prägendes Gebäude seiner Theatergeschichte.
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