Staatsoper Unter den Linden
Die Staatsoper Unter den Linden steht am Berliner Boulevard Unter den Linden und ist ein historisches Opernhaus. König Friedrich der Große gab den Bau in Auftrag, der von 1741 bis 1743 entstand. Der Architekt Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff entwarf den Bau im palladianischen Stil mit klassischen Formen. Symmetrie und klare Linien prägen die Fassaden des freistehenden Monumentalbaus. Sie gilt als älteste Staatsoper der Welt und als erstes freistehendes Monumentaltheater einer Stadt.
Nach den Kriegsschäden wurde das Opernhaus von 1951 bis 1955 wiederaufgebaut. 1955 öffnete es als Teil des Forum Fridericianum erneut. Eine umfassende Renovierung verbesserte später Akustik und Ausstattung, bevor das Haus 2017 wiedereröffnete. Die Nord- und Westfassaden entsprechen Vorbildern von Colen Campbell in Stourhead und Wanstead. Der Entwurf sollte den ersten Baustein des nie vollendeten städtebaulichen Projekts Forum Fredericianum bilden.
Auf der Bühne fanden Premieren wie Webers Der Freischütz und Alban Bergs Wozzeck statt. Richard Strauss und Felix Mendelssohn prägten die musikalische Geschichte des Hauses. Während des NS-Regimes verlor das Ensemble jüdische Mitglieder, während mehrere Musiker ins Exil gingen. Nach dem Krieg diente das Haus bis zur deutschen Wiedervereinigung als Staatsoper der DDR. Im Kalten Krieg lag es in Ost-Berlin und pflegte dennoch klassische und zeitgenössische Werke. Die Staatskapelle Berlin tritt dort mit Opern und klassischer Musik auf.
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