Staatsbibliothek zu Berlin
Die Staatsbibliothek zu Berlin steht im Berliner Bezirk Mitte und prägt mit neobarocker Architektur das historische Zentrum. Ernst von Ihne entwarf den Bau im Auftrag Wilhelms II. Seine Fassade misst 107 Meter in der Breite und 170 Meter in der Länge. Korinthische Säulen, Pilaster und Skulpturen von Otto Lessing gliedern die Front.
Das Gebäude entstand zwischen 1903 und 1914 anstelle des ehemaligen Königlichen Marstalls. Der Zweite Weltkrieg zerstörte den ursprünglichen Kuppellesesaal im Inneren. Die Fassade blieb jedoch weitgehend erhalten, während Lesesäle verschwanden und später Magazintürme hinzukamen. Von 2005 bis 2019 leitete HG Merz eine umfassende Renovierung und Erweiterung. Sie brachte die Kuppel zurück und schuf neue Lesesäle sowie zusätzliche Räume für die Aufbewahrung.
Heute teilen sich hier die Staatsbibliothek und die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften Räume. Ein gläserner Würfel verbindet moderne Gestaltung mit der historischen Substanz. Große Treppen führen zu reich dekorierten Veranstaltungsräumen und Arbeitsbereichen. Am Haupteingang zeigt ein Tympanonrelief Kunst und Technik zu Ehren der Göttin Athena.
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