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Sophienkirchhof

Der Sophienkirchhof liegt im Berliner Bezirk Mitte und verbindet Grabstätten, Wege und Bauwerke mit der Geschichte der Stadt. Seine geometrische Anlage folgt nordostgerichteten Hauptachsen, die Querwege regelmäßig schneiden. Die Kapelle entstand 1877 und 1878 als klassizistischer Bau mit schlichten, feierlichen Formen. Gustav Erdmann wird das Ensemble aus Kapelle, Leichenhalle und offenem Vestibül zugeschrieben. Rundbögen öffnen sich nur an zwei Seiten, während ein Glockenturm fehlt.

Mehrere Mausoleen setzen eigene architektonische Akzente innerhalb der geordneten Anlage. Das Wiesenack-Mausoleum nahe dem Eingang an der Ackerstraße diente einst Gottlieb Wiesenack und seiner Frau als Ruhestätte. Außenfassaden und Dach wurden zuerst restauriert, danach folgte das Innere. Das Stange-Familienmausoleum von etwa 1910 zeigt korinthische Säulen und einen dreieckigen Giebel. Auch Carl Bechsteins Grab gehört zu den bemerkenswerten Grabstätten des Geländes. Die Nähe zur ehemaligen Berliner Mauer bewahrt Spuren der Teilung, als ein Teil für die Grenzsicherung eingeebnet wurde. Vom Gelände aus eröffnet sich zudem ein ungewöhnlicher Blick auf das Berliner Mauerdenkmal.

Stadt
Berlin
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