Schiller-Denkmal
Das Schiller-Denkmal steht auf dem Berliner Gendarmenmarkt vor dem heutigen Konzerthaus und ehrt Friedrich Schiller. Der Standort ist für Besucher mit Rollstuhl zugänglich. Reinhold Begas setzte den jungen Dichter mit Lorbeerkranz auf einen würfelförmigen Sockel, der vier halbrunde Becken trägt. Vier Löwenköpfe dienen dabei als Wasserspeier.
Die Idee entstand 1859 bei den Feiern zu Schillers hundertstem Geburtstag, finanziert durch Kronprinz Wilhelm, Berlin und die Öffentlichkeit. Begas vollendete den Entwurf im Jahr 1864. Die Enthüllung folgte 1871 nach einer Verzögerung durch den Deutsch-Französischen Krieg und machte das Werk zum ersten öffentlichen Dichterdenkmal Berlins. Im Nationalsozialismus wurde es entfernt und in den 1980er Jahren restauriert.
Rund um Schiller stehen Lyrik, Tragödie, Geschichte und Philosophie als allegorische Figuren. Die Lyrik hält eine Harfe mit Schwanenkopf. Eine Maske kennzeichnet die Tragödie, während die Geschichte Tafeln mit Namen wie Goethe und Kant trägt. Die Philosophie hält eine Schriftrolle mit „Erkenne dich selbst“.
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