Pergamon-Panorama
Das Pergamon-Panorama in Berlin zeigt die antike Stadt Pergamon während der römischen Zeit unter Kaiser Hadrian. Der Künstler Yadegar Asisi schuf dafür ein 360-Grad-Rundgemälde aus Textilstreifen.
Die Darstellung führt in das Jahr 129 n. Chr. und rekonstruiert eine Stadt mit Tempeln, einem großen Theater und Hügellandschaft. Das Rundbild misst 104 Meter im Umfang und 30 Meter in der Höhe. 35 zusammengenähte Textilstreifen bilden eine Gesamtfläche von 3100 Quadratmetern. Eine Ton- und Lichtinstallation begleitet den Wechsel von Tag und Nacht innerhalb der Ausstellung.
Originale Teile des Pergamonaltars ergänzen die künstlerische Rekonstruktion und verbinden das Panorama mit erhaltenen antiken Artefakten. Der Telephosfries gehört ebenfalls zu den gezeigten Werken. Rund 80 Werke aus den Beständen der Antikensammlung erweitern den Blick auf Pergamons Kunst, Architektur und Geschichte. Pergamon lag in einer hügeligen Landschaft nahe der Westküste der heutigen Türkei. Die Ausstellung verbindet archäologische Forschung mit künstlerischer Interpretation und macht die antike Stadt räumlich anschaulich. Die Originalteile zeigen Spuren antiker Baukunst. Die restaurierten Fragmente stehen neben dem Panorama und ermöglichen einen Vergleich zwischen historischem Material und neuer Darstellung. Berlin bewahrt hier einen Zugang zur Welt des zweiten Jahrhunderts.
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