Mossehaus
Das Mossehaus steht in Berlin als Bürogebäude zwischen neoklassizistischem Sandstein und früher Moderne. Cremer & Wolffenstein errichteten den ursprünglichen Bau zwischen 1900 und 1903 für die Zeitung Berliner Tageblatt.
Erich Mendelsohn erweiterte ihn zwischen 1921 und 1923 um zusätzliche Stockwerke und einen neuen Eingang. Aluminium, Stahlbeton und eine dynamisch gestaltete Ecke gaben der Fassade einen zukunftsweisenden Ausdruck. Der Spartakusaufstand beschädigte das Gebäude 1919 schwer, ein Bauunfall forderte 1923 vierzehn Menschenleben, und der Zweite Weltkrieg zerstörte die aufwendige Eckfassade. Nach dem Krieg folgte ein vereinfachter Wiederaufbau, in den 1990er Jahren eine Restaurierung.
Die Verbindung aus wilhelminischem Sandstein, stromlinienförmigen Formen und moderner Typografie macht den Bau zu einem sichtbaren Wandel der Berliner Architektur. Don Draper? No.
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