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Hugenottenmuseum Berlin

Das Hugenottenmuseum Berlin befindet sich in der Französischen Kirche am Gendarmenmarkt, einem Platz im Zentrum Berlins. Die Kirche gehört dort zu einem Ensemble mit Deutschem Dom und Schauspielhaus. Im Turm liegen die Ausstellungsräume über einen großen Teil des Erdgeschosses verteilt. Seit 1935 besteht der Ort als Museum der Berliner und brandenburgischen Hugenottengeschichte.

Dokumente, Gemälde, Stiche, Bücher, Manuskripte und Medaillen bilden den Kern der Sammlung. Sie zeigen den französischen Protestantismus und die Integration der Hugenotten in Berlin und Brandenburg. Das Potsdamer Edikt von 1685 erlaubte rund 20.000 Hugenotten die Ansiedlung in Berlin und Brandenburg. Zeitweise war jeder fünfte Berliner französischer Herkunft. Die Dauerausstellung behandelt religiöse Toleranz, kulturelle Integration und den Einfluss der Hugenotten auf die Region.

Ein erweiterter Ausstellungsbereich ermöglicht neben der Dauerausstellung auch temporäre Ausstellungen. Die barocke Kirche errichteten Hugenotten 1705 mit eigenen Mitteln und handwerklichem Können. Friedrich der Große ließ den Turm zwischen 1780 und 1785 ergänzen.

Stadt
Berlin
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