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Gouverneurshaus

Das Gouverneurshaus entstand 1721 in Berlin nach Entwürfen von Friedrich Wilhelm Diterichs, der Anregungen seines Mentors Martin Heinrich Böhme aufnahm. Ab 1732 diente das Gebäude als Residenz des Gouverneurs.

Seine barocke Fassade zeigte zwei zurückgesetzte Felder und verband Diterichs Arbeit mit Einflüssen Böhmes und Schlüters. 1808 wurde es zum Zivilgericht der Stadt.

Für diese Nutzung vergrößerte man die Mezzaninfenster und ergänzte kleine Rundfenster im Dachgeschoss. Um 1900 erhielt das Gebäude ein zusätzliches Stockwerk.

1967 verschwand der ursprüngliche Bau während der Neugestaltung der Rathausstraße. Erhaltene Fassadenelemente fanden danach in einer Rekonstruktion an Unter den Linden 11 Verwendung.

Fritz Meinhardt vollendete diese Rekonstruktion im Stil des frühen neunzehnten Jahrhunderts, allerdings ohne Portal und königliches Monogramm. Diese Fassung gehört zur Humboldt-Universität.

Verschiedene Institute nutzen den Bau und verbinden historische Architektur mit universitärer Gegenwart. Das Gouverneurshaus zeigt damit Berliner Baugeschichte an einer erhaltenen barocken Fassade.

Stadt
Berlin
Aktualisiert

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