Johanneskirche
Die evangelische Johanneskirche steht in Seeburg, einem Stadtteil von Bad Urach, und verbindet romanische Bauteile mit mittelalterlichen Wandbildern. Erstmals erscheint sie 770 im Lorscher Codex.
Das heutige Gebäude bewahrt die Apsis, ein romanisches Nordfenster im Chor, die östliche Chorwand und das Sakramentshaus im Chorbogen. Das Kirchenschiff entstand 1720.
Um 1280 entstand die Seccomalerei in der Apsis, während die Chorfresken Christus als Weltenherrscher und die Symbole der Evangelisten zeigen. Ein Fresko von 1370 erzählt von Johannes dem Täufer.
Es zeigt Johannes in der Wüste und das Gastmahl des Herodes. Bei der Renovierung von 1961 wurden die Wand- und Gewölbemalereien freigelegt und restauriert.
Die Bildhauerin Susanne Müller-Diefenbach schuf dabei einen modernen Altar und ein Taufbecken. Das südliche Chorfenster trägt abstraktes Buntglas von Wolf-Dieter Kohler aus Stuttgart.
Auf dem Friedhof rund um die Kirche stehen sehr alte Grabsteine. Die 1853 von Johann Viktor Gruol dem Jüngeren gebaute Orgel wurde 1980 restauriert.
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