Dominikanerinnen-Kloster Sankt Ursula
Das Dominikanerinnen-Kloster Sankt Ursula liegt im Augsburger Lechviertel, direkt an der historischen Stadtmauer und am Schwalllech. Die Klosterkirche entstand 1520 und erhielt um 1720 und 1730 ihre barocke Umgestaltung. Östlich blieb ein ungefähr 100 Meter langer Mauerabschnitt erhalten, während sich vor den Gebäuden der Schwalllech in zwei Lecharme teilt.
1335 überließ Berthold Rehm ein Haus den Beginen, die sich „Schwestern der willigen Armut“ nannten. 1431 wurden sie regulierte Tertiarinnen, ein Jahr später erfolgte die Weihe an die heilige Ursula. Während der Reformation lebte die Gemeinschaft von 1537 bis 1548 in Dillingen. 1695 führte sie die Klausur ein, danach prägten Krankenpflege, Nähen und Stickerei den Alltag. Die Säkularisation löste das Kloster 1803 auf, doch 1828 begann mit neuen Novizinnen der Wiederaufbau.
Nach den schweren Kriegsschäden entstand die Anlage 1947 nach Plänen von Michael Kurz in schlichterer Form neu. Eine Realschule führt die lange Verbindung des Ortes mit Bildung und Gemeinschaft weiter. Besonders eindrücklich bleibt der Kontrast zwischen der erhaltenen Stadtmauer und dem Wasserlauf unmittelbar vor dem Kloster.
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