Mercator-Orteliushuis
Das Mercator-Orteliushuis steht in Antwerpen und bewahrt eine Stadtvilla aus dem sechzehnten Jahrhundert. Drei Flügel umgeben einen trapezförmigen Innenhof, den ein späterer barocker Anbau vollständig schloss. Backstein, Naturstein, Pilaster und Gesimse prägen die Fassaden an diesem geschützten Denkmal.
Die ältesten Bauteile stammen laut Inschriften aus der Zeit um 1547 und 1555. 1698 ergänzte Hendrik Frans Verbrugghen den Ostflügel mit symmetrischer spätbarocker Gestaltung. Unter Peter Paschier de Deckere veränderten Umbauten im siebzehnten Jahrhundert weitere Bereiche. Nach starkem Verfall folgten Restaurierungen ab 1952, darunter Arbeiten an Hof- und Rückfassaden in den 1970er Jahren. Das Haus beherbergte später den archäologischen Dienst Antwerpens und diente einem Verlag als Sitz.
Im Inneren zeigen die West- und Ostflügel Stuckdecken mit Blumen, Ranken und Früchten. Der Südflügel bewahrt geschnitzte Holzbalken, während Kreuzgewölbe die Keller überspannen. Achte besonders auf die breite Dreiecksgiebelzone und die hohen Pilaster der barocken Gartenfassade.
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