Zeemanlab
Das Zeemanlab steht in Amsterdam als ehemaliges Physiklabor der früheren Städtischen Universität. Der Bau entstand 1923 nach Plänen von Abel Antoon Kok. Zwischen Berlage und Amsterdamer Schule verbindet die Architektur funktionale Formen mit expressiven Details. Zum J. W. van Overloopplantsoen zeigt die Westwand einen eingelassenen Brunnen von John Rädecker.
Pieter Zeeman setzte den Neubau durch, nachdem das ältere Labor zu klein geworden war. Hier untersuchte seine Forschungsgruppe magnetische und optische Phänomene. Erschütterungsfreie Tische ermöglichten präzise Experimente, darunter ein etwa 250.000 Kilogramm schweres Exemplar für ein Beugungsgitter. Das Gebäude benötigte dafür besonders wenig Eisen, damit Magnetfelder unbeeinflusst blieben. Nach Zeemans Tod diente der Raum 1945 weiterhin wissenschaftlichen Arbeiten, bevor Labor und Hörsaal später Büros wurden. Heute befinden sich Wohnungen in dem 2001 zum Nationaldenkmal erklärten Gebäude.
Über dem Eingang steht „ZEEMAN LABORATORIUM“ über einem Fenster mit Lichtwelle und Prisma. Marmor prägt die Eingangshalle. Ein schmiedeeisernes Fenster symbolisiert den magneto-optischen Zeeman-Effekt, während eine Büste Zeemans von Wertheim nahe der Treppe steht. Die 2022 enthüllte Tafel kennzeichnet den Ort als vierte EPS Historic Site der Niederlande.
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