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Uilenburger Synagoge

Die Uilenburger Synagoge liegt in Amsterdam zwischen der Uilenburgerstraat und der Uilenburgergracht. Der rechteckige Bau steht in einem abgeschiedenen Hof, näher am Wasser als an der Straße. Seine Fassade zeigt Louis-XV-Elemente, darunter einen Risalit und einen Uhrengiebel.

Die aschkenasische Gemeinde ließ das Gebäude 1766 als ihre fünfte Synagoge in Amsterdam errichten. Im Obergeschoss lag der Hauptgebetsraum, während das Erdgeschoss Hochzeitsfeiern und später ritueller Geflügelschlachtung diente. Nach der Plünderung im Zweiten Weltkrieg nutzte die Stadt den Bau ab 1954 als Restaurierungswerkstatt. Seit 1997 versammelt sich hier mehrmals monatlich die progressive jüdische Gemeinde Beit Ha'Chidush. Religiöse Zeremonien, Konzerte und Vorträge führen diese Nutzung bis in die Gegenwart fort.

Als nationales Denkmal erhielt das Gebäude 1970 Schutz und wurde 1996 sowie 2015 restauriert. Seit 2003 können hier außerdem standesamtliche Hochzeiten der Stadt Amsterdam stattfinden. Im Zaun steckt ein Brücken- oder Schleusenstein, während eine Wappentafel von 1957 aus der alten Haarlemmersluis stammt. Ein Gedenkstein von 1974 erinnert an das Ende der Restaurierungswerkstatt.

Stadt
Amsterdam
Aktualisiert

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