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Portugese Synagoge

Die Portugese Synagoge steht in Amsterdam als freistehender Bau der sephardischen jüdischen Gemeinde. Ihr Bau endet 1675 im niederländischen Goldenen Zeitalter. Der Entwurf von Elias Bouman orientiert sich an Plänen für den Tempel Salomos. Zwölf Steinsäulen tragen die Frauengalerie im hohen, rechteckigen Hauptraum.

Sephardische Jüdinnen und Juden kommen nach Verfolgungen in Spanien und Portugal nach Amsterdam, um ihren Glauben offen zu leben. 1492 zwingt das Alhambra-Edikt viele zur Flucht. Portugal erlässt 1496 ebenfalls ein ähnliches Dekret gegen jüdische Menschen. Conversos kehren in Amsterdam offen zum Judentum zurück. Die vereinigte Gemeinde Talmud Torah kauft 1670 Land und beginnt den Bau. Der Eingang führt durch einen Hof mit Archiv, Rabbinat, Wohnungen und Bibliothek.

Im Inneren bedeckt feiner Sand den Boden, bindet Staub und dämpft Geräusche. Weltweit haben nur fünf Synagogen einen solchen Sandboden. Der Hauptraum besitzt keine elektrische Innenanlage, weshalb Kerzen seine Beleuchtung bestimmen. Vier große Messingkronleuchter tragen insgesamt tausend Kerzen. Der Toraschrein aus brasilianischem Jacarandaholz stammt aus dem Jahr 1744. Bis heute dient der Bau als aktiver Ort jüdischen Gottesdienstes in Amsterdam.

Stadt
Amsterdam
Aktualisiert

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