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Oudemanhuispoort

Die Oudemanhuispoort liegt in Amsterdam und bildet einen historischen Gebäudekomplex mit quadratischem Grundriss und zentralem Innenhof. Ein überdachter Durchgang verbindet die Oudezijds Achterburgwal im Westen mit der Kloveniersburgwal im Osten. Markante Tore mit dorischen Elementen führen durch einen Ort, an dem Universität und Stadtgeschichte sichtbar zusammentreffen.

Um 1601 entstand die Anlage als Armenhaus für ältere Männer und Frauen. Von 1754 bis 1757 prägte eine Renovierung die monumentalen Fassaden, 1786 kamen die heutigen Tore mit Skulpturen hinzu. Seit 1880 nutzt die Universität Amsterdam die Gebäude, heute arbeiten hier die Fakultät für Geisteswissenschaften und die Philosophische Abteilung. Ein Neubau von 1927 bringt zusätzlich Elemente des Stils der Amsterdamer Schule in den Komplex.

Entlang des Durchgangs findet täglich ein öffentlicher Markt für gebrauchte Bücher, Drucke, Noten und Plakate statt. Seine Geschichte reicht bis ins späte 18. Jahrhundert zurück. Vincent van Gogh soll dort Bücher gekauft und gelegentlich mit Porträts bezahlt haben. Die Ladenschränke bewahren damit eine konkrete Spur zwischen Handel, Kunst und akademischem Alltag.

Stadt
Amsterdam
Aktualisiert

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