Jagdschloss Friedrichsthal
Das Jagdschloss Friedrichsthal steht in Schwerin als zweigeschossiger Fachwerkbau von 1790. Walmdach, zentrale Gaube und die halbkreisförmigen Seitenflügel prägen das Gebäude bis heute. Die 1798 ergänzten Flügel dienten zunächst als Kutschenhäuser und Ställe, während gegenüber zwei Kavaliershäuser standen.
Friedrich Franz I. kaufte das Anwesen 1797 und nutzte die wildreiche Umgebung für die höfische Jagd. Die letzte Hofjagd fand vermutlich 1822 statt, doch das Schloss blieb Bürgern und örtlichen Vereinen zugänglich. Im Ersten Weltkrieg diente es als Erholungsheim für Soldaten und später als Heim für Kriegswaisen. Nach 1936 folgten ein Kriegerheim, ein Tuberkulose-Sanatorium und ein Altersheim.
Der einst bis zum Neumühler See reichende Park verlor 1945 einen Teil seiner Fläche durch Reparationsleistungen. Ein Gedenkstein erinnert dort an Karl Axel von Monroy, der 1915 im Ersten Weltkrieg starb. Besonders ungewöhnlich war die Tapete „La chasse à Compiègne“ mit ihrer höfischen Rotwildjagd. Das erhaltene Druckmotiv befindet sich heute im Jagdschloss Friedrichsmoor.
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