Karmelitenkirche
Die Karmelitenkirche steht in Linz, Oberösterreich, und zeigt barocke Architektur mit einer stark gegliederten Westfassade. Der Bau entstand nach dem Vorbild der Wiener Josefskirche und wurde 1710 vollendet. Johann Raas entwarf die Hauptfassade, während Martin Witwer und Johann Michael Prunner sie später weiterentwickelten. Eine zweite Bauphase prägte die Kirche zwischen 1720 und 1726.
Im Inneren begegnen dir Stuckarbeiten von Diego Francesco Carlone und Paolo d’Allio. Über dem Eingang steht eine Josefstatue von 1722 zwischen den Heiligen Teresa und Johannes. Martino Altomontes Hochaltarbild zeigt die Heilige Familie und entstand 1724. Die Kanzel von 1714, geschnitzte Beichtstühle von 1711 und Seitenaltäre mit Stuckskulpturen verdichten den barocken Eindruck. Unter der Musikempore liegen Kapellen mit schmiedeeisernen Gittern, während ein gläserner Sarg die Reliquien des heiligen Felix bewahrt.
Auch die Orgel erzählt mehrere Kapitel: Das heutige Instrument baute Werner Walcker-Mayer 1969 mit 28 Registern. Zwei Manuale und ein Pedal steuern die mechanische Traktur. Die Kirche gilt als Kulturdenkmal und ist für Rollstuhlfahrer zugänglich. Besonders greifbar bleibt der Gegensatz zwischen dem reichen Stuck und dem kleinen gläsernen Reliquienschrein auf dem Altartisch.
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