Apelstein 22
Apelstein 22 steht in Leipzig bei Lindenau und markiert einen Schauplatz der Völkerschlacht von 1813. Der rund 1,9 Meter hohe Granitstein ist rollstuhlgerecht zugänglich. Seine Form erinnert an einen Obelisken, während die Umgebung heute den früheren Gefechtsort zwischen Lindenau und Schönau überlagert. Auf der Ostseite liest du „Gefecht bei Lindenau 16 October 1813“.
Am 16. Oktober 1813 befehligte General Ignaz Gyulai hier das dritte österreichische Korps mit etwa 17.000 Soldaten. Die Westseite nennt Gyulai und vermerkt „III Öster Corps 17000“. Das heutige Denkmal entstand 1897 als Granitkopie eines Sandsteins, den Theodor Apel 1862 aufstellen ließ. Der ursprüngliche Stein war etwa 1,5 Meter hoch und stand zunächst auf freiem Feld.
Gemeinsam mit 49 weiteren Apelsteinen ordnet dieser Marker die Stellungen alliierter und französischer Truppen rund um Leipzig. Insgesamt stehen 26 Steine in der Stadt und 24 im Umland. Die gerade Zahl kennzeichnet dabei eine alliierte Position, während ungerade Nummern französische Stellungen anzeigen. So verbindet sich ein einzelner Granitstein mit einer historischen Landschaft, die sich über Leipzig und seine Nachbarorte erstreckt.
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