St. Mariä Himmelfahrt
St. Mariä Himmelfahrt steht in Köln und gehört zu den wenigen erhaltenen Barockkirchen der Stadt. Die katholische Kirche entstand als Jesuitenkollegiatkirche und war nach dem Dom lange Kölns größtes Gotteshaus. Christoph Wamser entwarf sie nach dem Vorbild der Jesuitenkirche in Molsheim. Valentin Boltz führte den Bau weiter, der 1618 begann und 1678 vollständig abgeschlossen wurde. Eine dreischiffige Basilika mit sieben Jochen, Emporen und schmalem Querhaus prägt den Baukörper. Verputzter Backstein, steinerne Details und zwei vorspringende Türme bestimmen die Westfassade.
Im Inneren verbinden sich mittelalterlich wirkende Formen mit frühbarocker Ausstattung und viel einfallendem Licht. Sechs runde toskanische Säulen auf jeder Seite tragen Spitzbögen zwischen Mittel- und Seitenschiffen. Ein Netzgewölbe mit Sternen und Quadraten überspannt den Raum, darunter glänzt ein schwarz-weißer Marmorboden. Der Hochaltar aus schwarzem, rotem und goldenem Holz ragt etwa 22,5 Meter in den Chor. Seine drei Ebenen zeigen Gemälde, Säulen, Apostelfiguren und oben eine Madonna mit Engeln. Nach der fast vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche von 1949 bis 1979 rekonstruiert.
Besonders eindrucksvoll wirkt das Hauptportal mit korinthischen Säulen, Jesuitenheiligen und dem Christusmonogramm. Hinter dem Chor stehen sieben Glocken, darunter die erhaltene große Marienglocke von Johannes Reutter aus Mainz.
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