Kriegerdenkmal
Kriegerdenkmal bezeichnet in Augsburg kein einzelnes zentrales Bauwerk, sondern eine Gruppe von Erinnerungsorten in ehemals selbstständigen Stadtteilen. Jedes Denkmal verbindet militärische Geschichte mit dem Gedenken lokaler Soldaten und Gemeinschaften.
Das Siegesdenkmal auf dem Fronhof entstand 1876 und erinnert an den Deutsch-Französischen Krieg sowie die Gründung des Deutschen Kaiserreichs. Auch Regimenter erhielten eigene Denkmäler. Das Denkmal des 4. Feldartillerie-Regiments „König“ entstand 1887, wurde 1927 erweitert und 1989 in den Nordflügel der Prinz-Karl-Kaserne versetzt. Das 3. Infanterie-Regiment „Prinz Karl von Bayern“ erhielt 1898 ein Denkmal auf dem Exerzierplatz der Kaserne. Seine Umgestaltung folgte 1933.
Weitere Beispiele liegen am Fischmarkt, in Lechhausen, Pfersee und Haunstetten. Eine Kriegssäule am Fischmarkt wurde 1916 enthüllt und 1945 entfernt. In Lechhausen folgte 1964 ein neues Denkmal auf dem Platz zwischen Widder- und Neuburger Straße. In Pfersee wurde das Denkmal vor der Herz-Jesu-Kirche 1953 von Michael Kurz erneuert. In Haunstetten steht eine Kalksteinsäule von 1920 auf dem Friedhof an der Bürgermeister-Widmeier-Straße. Die Säule wurde in den 1960er Jahren dorthin versetzt.
Die verstreuten Standorte zeigen, wie Augsburg Kriegserinnerungen über seine Stadtteile verteilt bewahrt. Formen wie Säulen, Statuen, Tafeln und Siedlungen geben diesem historischen Gedenken unterschiedliche Gestalt.
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