Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité
Das Berliner Medizinhistorische Museum der Charité steht auf dem historischen Campus der Charité in Berlin. Dort vermittelt eine Dauerausstellung dreihundert Jahre Medizingeschichte anhand konkreter Präparate. Die Räume bewahren pathologische und anatomische Präparate, historische Armprothesen, konservierte Organe und anatomische Modelle.
Rudolf Virchow begründete die Sammlung, als er 1899 das ursprüngliche Pathologische Museum eröffnete. Damals zeigte die Einrichtung mehr als 23.000 Präparate. Nach dem Ersten Weltkrieg schloss sie für die Öffentlichkeit, während wirtschaftliche Schwierigkeiten den Lehrbetrieb bestimmten. Im Zweiten Weltkrieg überlebten etwa 1.800 Präparate. Nach der deutschen Wiedervereinigung entstand das Museum 1998 neu und wurde 2006 sowie 2007 erweitert.
Die Dauerausstellung „Dem Leben auf der Spur“ zeigt erhaltene Organe, Prothesen und anatomische Modelle. Zum Rundgang gehören Seziersaal und anatomisches Theater. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht Virchows historische Präparatesammlung. Das anatomische Theater zeigt, wie medizinische Ausbildung im achtzehnten Jahrhundert stattfand.
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Foto: dreizungPublic domain
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