Glaspalast
Der Glaspalast in Augsburg ist ein Industriedenkmal und zeigt eine fast vollständig verglaste, fünfgeschossige Stahlkonstruktion. Der Architekt Philipp Jakob Manz entwarf den Bau 1910. Als Werk IV: Aumühle bildete er die vierte und letzte Ausbaustufe der Mechanischen Baumwollspinnerei und Weberei Augsburg. Seine Fassaden folgen dem Prinzip der Tageslichtfabrik. Selbst die bis zu 45 Meter tiefen Spinnsäle erhielten durch die Fenster natürliches Licht. Ein östlicher Treppenturm prägt die Ostseite des Komplexes.
Eine MAN-Dampfmaschine trieb zunächst mit 2.500 und später mit 5.000 PS die Etagenantriebe an. Die Textilproduktion endete dort im Jahr 1988. Nach der Sanierung 2006 beherbergt der Bau das Zentrum für Gegenwartskunst, das Kunstmuseum Walter, die Galerie Noah und das Restaurant La Tavernetta. Das Zentrum für Gegenwartskunst umfasst fast 3.000 Quadratmeter. Dort wechseln Ausstellungen moderner und zeitgenössischer Kunst aus städtischen Beständen sowie von regionalen und internationalen Künstlern. Am Nordgiebel sitzt ein dreigeschossiger Sprinklerturm mit zwiebelförmiger Haube und Fahnenmast.
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Foto: Anja Mößbauer, AugsburgPublic domain 
Foto: Anja Mößbauer, BefanaPublic domain
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