Caterina Robitschek Breuer
Vor dem ehemaligen Wohnhaus in Meran erinnert ein Stolperstein an Caterina Robitschek Breuer. Die kleine Betonplatte trägt eine Messingtafel mit ihrem Namen und ihren Lebensdaten. Caterina Robitschek Breuer wurde 1875 geboren und lebte in der jüdischen Gemeinschaft Merans. Am 16. September 1943 verhafteten SS und lokale Kollaborateure sie während koordinierter Razzien.
Zunächst hielt man sie im Keller des damaligen Balilla-Hauses fest. Am folgenden Tag brachte ein Lastwagen die Gefangenen in das Lager Reichenau bei Innsbruck. Dort blieb sie etwa sechs Monate, bevor sie Anfang März 1944 nach Auschwitz deportiert wurde. Am 7. März 1944 wurde sie dort ermordet.
Im Mai 2012 kamen in Meran 33 Stolpersteine hinzu. Schülerinnen und Schüler mehrerer Schulen unterstützten gemeinsam mit der jüdischen Gemeinde die Recherche und Verlegung. Die Messingplatte liegt neben Steinen für Familienmitglieder und weitere jüdische Bewohner, die ebenfalls deportiert und ermordet wurden. So bleibt ihre Geschichte im alltäglichen Stadtbild sichtbar, eingebettet in ein europaweites Netz dezentraler Gedenkorte.
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