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Tempio Israelitico

Der Tempio Israelitico steht in Italien als markanter Sakralbau mit einem schweren, rechteckigen Baukörper und vier Ecktürmen. Jede Kuppel schließt die Türme mit einer bauchigen Silhouette ab. Ein Portikus mit gedrehten Säulen führt zu einem großen Rosettenfenster und verbindet orientalische Formen mit monumentaler Architektur. Enrico Petiti setzt diesen Entwurf im späten neunzehnten Jahrhundert um, die Einweihung folgt 1884.

Eine Brandbombe zerstört 1942 den reich geschmückten Innenraum und lässt nur die Außenmauern stehen. Der Wiederaufbau nach dem Krieg bewahrt die Hülle, vereinfacht jedoch die dekorative Gestaltung. In den Fundamenträumen entsteht später der Tempio piccolo, eine von Giorgio Olivetti entworfene Synagoge mit amphitheatralischem Grundriss. Historische Ausstattungsstücke aus Chieri prägen ihren Mittelpunkt, während ein Museum Silber, Textilien und liturgische Gegenstände zeigt. Eine Bibliothek bewahrt außerdem umfangreiche Bestände und Unterlagen zur Verfolgung jüdischer Menschen. Die Synagoge gehört weiterhin zu einer aktiven jüdischen Gemeinde und ist für Rollstuhlfahrer zugänglich. Besonders eindringlich wirken die dunkel gestrichenen Türen des Aron mit ihren vergoldeten Emblemen.

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Turin
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