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Salomon Shotland

Salomon Shotland liegt als Stolperstein im Gehweg Norwegens, nahe dem Haus, das er verlassen musste. Das zehn mal zehn Zentimeter große Messingquadrat sitzt bündig im Pflaster und fängt das Licht. Eingravierte Buchstaben holen eine einzelne jüdische Lebensgeschichte in den täglichen Weg zurück. Zwischen Haustür, Straße und vorbeigehenden Schritten bleibt Erinnerung dabei unmittelbar und persönlich.

Das Stolpersteine-Projekt begann 1993 mit dem Künstler Gunter Demnig und verlegt Gedenken in gewöhnliche Stadtbilder. In Norwegen werden die Steine seit 2010 unter Verantwortung des Jüdischen Museums Oslo gesetzt. Jede Platte verbindet einen konkreten Wohnort mit der Geschichte nationalsozialistischer Verfolgung. Im Sonnenlicht glänzt das Metall, im Schatten wird es matter und zwingt den Blick näher heran. Wer stehen bleibt, liest die Inschrift auf Augenhöhe mit dem Pflaster und entdeckt darin ein stilles Zeichen gegen das Vergessen.

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Tromsø
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