Église protestante Saint-Thomas
Die Église protestante Saint-Thomas in Frankreich zeigt gotische Architektur mit fünf gleich hohen Schiffen und klarer Symmetrie. Ihre Hallenkirche misst fünfundsechzig Meter Länge und zweiundzwanzig Meter Höhe. Ihre Ursprünge reichen bis ins sechste Jahrhundert zurück, während die gotische Gestalt ab dem späten zwölften Jahrhundert entstand. Im frühen vierzehnten Jahrhundert erhielt das Gotteshaus seine heutige, ungewöhnlich breite Form.
Fenster aus dem vierzehnten Jahrhundert und die große Rosette bringen farbiges Licht in den weiten Innenraum. Die große Rosette lenkt den Blick durch den farbigen Innenraum. Im Chor steht das barocke Mausoleum des Marschalls von Sachsen, das Jean-Baptiste Pigalle im achtzehnten Jahrhundert schuf. Das Mausoleum verbindet geschwungenen Marmor mit ausdrucksstarken Figuren. Johann Andreas Silbermann baute die Orgel 1741, deren Klang bereits Mozart bei einem Besuch beeindruckte. Die Orgel erklingt bei Konzerten und Gottesdiensten und erfüllt dabei den Raum. Romanische Skulpturen ergänzen die gotische Halle und verweisen auf die lange Baugeschichte des Ortes. Die Kirche prägte über Jahrhunderte das protestantische Leben der Stadt. Der Innenraum ist für Menschen mit Rollstuhl zugänglich.
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