Kollegiengebäude II
Das Kollegiengebäude II steht in Schwerin als spätklassizistisches Verwaltungsgebäude mit drei bis vier Geschossen. Georg Daniel entwarf den Bau, der zwischen 1890 und 1892 entstand und einen rechteckigen Innenhof umschließt. Vier giebelständige Risalite und ein Zwischengeschoss prägen die Fassaden.
Eine Passage verbindet das Gebäude mit dem Kollegiengebäude I, der heutigen Staatskanzlei. Diese Verbindung trägt den scherzhaften Namen „Beamtenlaufbahn“ und verweist auf die gemeinsame Verwaltungsgeschichte. Am Standort lag seit etwa 1236 ein Franziskanerkloster, dessen Reste 1557 weitgehend abgetragen wurden. Danach nutzte das Herzogtum die verbliebenen Bauten als Wirtschaftsgebäude, bevor sie dem Bau des Kollegiengebäudes I wichen.
Bis 1934 arbeiteten hier Ministerien des Großherzogtums und des Freistaates Mecklenburg-Schwerin. Später folgten die Verwaltung des Reichsstatthalters, der Rat des Bezirks Schwerin und die Arbeiter- und Bauerninspektion der DDR. Seit 1990 nutzen verschiedene Ministerien die Räume, seit 2012 auch der Bürgerbeauftragte Mecklenburg-Vorpommerns. Als Teil des Residenzensembles Schwerin gehört der Bau seit 2024 zum UNESCO-Welterbe.
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