Église de la Madone des Grâces
Die Église de la Madone des Grâces steht in Nizza am Quai Saint-Jean-Baptiste. Ihre neoklassizistische Fassade erinnert an einen antiken griechischen Tempel und trägt ionische Säulen. Über dem dreieckigen Giebel erscheint das Wappen von Nizza. Eine weiße Marmorskulptur von Giovanni Parini stellt an der Spitze die Religion dar.
Der Bau entstand zwischen 1836 und 1852 nach einem Gelübde aus dem Jahr 1832. Nizza wollte der Jungfrau Maria eine Kirche widmen, nachdem die Stadt von einer Choleraepidemie verschont geblieben war. Carlo Mosca legte 1840 die Pläne vor und orientierte sich an Palladio. Im Inneren misst das zentrale Kirchenschiff 48 Meter in der Länge und 10 Meter in der Breite. Teile der Ausstattung stammen aus dem früheren Kloster der Unbeschuhten Augustiner. Über dem Hauptaltar hängt Gaspard Édouard Hausers Gemälde Notre-Dame des Grâces von 1862.
Die Festa dóu Vœu verbindet den Ort bis heute mit dem städtischen Gelübde. Dabei führt der Bürgermeister eine Prozession mit Stadtrat, Geistlichen und religiösen Bruderschaften an. Eine Skulpturengruppe von 1866 wiegt fast 700 Kilogramm.
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