Chapelle de l'Immaculée Conception
Die Chapelle de l'Immaculée Conception steht in Menton nahe der Mittelmeerküste und zeigt barocke Baukunst des späten 17. Jahrhunderts. Zwischen 1680 und 1687 entstand die Kapelle als Sitz der Weißen Büßer, einer religiösen Laienbruderschaft. Ihre zweigeschossige Fassade trägt Nischen mit den Statuen des heiligen Isidor und des heiligen Elmo. Darüber erscheinen ein Flachrelief der Unbefleckten Empfängnis und der heilige Karl Borromäus.
Die Weißen Büßer halfen Armen, Kranken und Verstorbenen und verbanden ihren Glauben mit Buße und Wohltätigkeit. 1793 schloss die Französische Revolution den Bau, bevor er 1808 wieder religiös genutzt wurde. Ein Erdbeben beschädigte 1887 das Gewölbe und riss die Wände auf. Restaurierungen bewahrten anschließend Altar, Dach, Glockenturm und Innenraum.
Im Inneren führen ein 25 Meter langes Schiff und ein Tonnengewölbe zur Kuppel über dem Chor. Gemälde von Rognoli und Cerutti-Maori schmücken Gewölbe und Kuppel mit Szenen zur Unbefleckten Empfängnis. Der Hauptaltar besteht aus polychromem Marmor und richtet den Blick auf das zentrale Marienthema. Der quadratische Glockenturm steigt mit seiner kleinen Kuppel 40 Meter über Menton auf.
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