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Gautor

Das Gautor in Mainz gehört zur Architekturgeschichte der Stadt und erinnert an ihre frühere Befestigung. Sein Name verweist auf die Landschaft, die im Mittelhochdeutschen Gau genannt wurde. Der Bau entstand in den 1650er Jahren als Teil des Festungsrings und bildete einen wichtigen Zugang nach Mainz. Roter Sandstein prägt die barocke Außenfassade des rekonstruierten Tores. Auf der Fassade erscheint der heilige Martin zu Pferd, der seinen Mantel mit zwei Bettlern teilt. Diese Szene verbindet religiöse Darstellung und barocke Torarchitektur. Das Gautor wurde 1896 abgerissen, doch seine Außenfassade entstand 1998 nahe dem ursprünglichen Standort neu. Repliken der ursprünglichen Skulpturen ergänzen die rekonstruierte Gestaltung. Die Rekonstruktion bewahrt einen Teil des architektonischen Erbes von Mainz. Das Tor spielte außerdem eine Rolle bei der Einnahme von Mainz durch Adolph von Nassau und seine Truppen. Dieser Vorgang beendete den Status der Stadt als freie Stadt. Seine Lage verband Mainz mit der umgebenden Landschaft und machte den Zugang historisch bedeutsam. Das Gautor zeigt damit Wehrgeschichte, Stadtentwicklung und barocke Bildsprache an einem Ort.

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Mainz
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