Dreifaltigkeitssäule
Die Dreifaltigkeitssäule steht mitten auf dem Hauptplatz von Linz und prägt den barocken Stadtraum. Das rund zwanzig Meter hohe Monument besteht aus weißem Untersberger Marmor. Ein dreieckiger Sockel trägt Inschriftentafeln mit den Wappen des Kaisers, Oberösterreichs und der Stadt Linz. Eine steinerne Balustrade mit zwölf Balustern und Eisenketten umgibt den zugänglichen Standort.
Der Salzburger Steinmetz Sebastian Stumpfegger errichtete die Säule zwischen 1717 und 1723 nach einem Entwurf von Antonio Beduzzi. Die Stiftung dankte für das Überstehen der Pest, der Türkenkriege, des Spanischen Erbfolgekriegs und eines Stadtbrands. Drei Heiligenfiguren am Sockel zeigen Sebastian, Karl Borromäus und Florian. Nach einer Untersuchung der Baukosten und einem Streit zwischen Jesuiten und Stadtgeistlichen erfolgte die Weihe erst 1728.
Über dem Sockel erhebt sich ein Wolkenobelisk mit Putten und Maria Immaculata auf einer Mondsichel. Die vergoldete Spitze zeigt Gottvater, Christus und den Heiligen Geist als Taube über der Weltkugel. Beim Hochwasser von 1872 reichte das Wasser bis an das Monument. Im Zweiten Weltkrieg blieben Sockel und Hauptschaft stehen, während die Schmuckteile eingelagert wurden. 1947 kehrte die Anlage nach der Restaurierung an ihren ursprünglichen Zustand zurück.
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