Ansgarkirche
Die Ansgarkirche steht im Kieler Stadtteil Blücherplatz und zeigt zur Straße eine neugotische Fassade. Ein Staffelgiebel, eine Rosette und weiße Kontrastflächen prägen ihr Äußeres. Im Inneren verbinden sich romanische Einflüsse mit schlichten modernen Formen und einem basilikalen Grundriss. Schmale, niedrige Seitenschiffe wirken dort eher wie seitliche Korridore.
Jürgen Kröger entwarf den Bau, der zwischen 1901 und 1903 entstand. Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Kirche schwere Schäden. Der Wiederaufbau brachte ein schlichtes Tonnengewölbe mit Lunetten, während das ursprüngliche Rippengewölbe nahe der Orgelempore erhalten blieb. Die West- und Nordportale führen in ein Foyer, das eine Glaswand vom Kirchenschiff trennt. Ein schlichtes Kreuz markiert den nur leicht abgesetzten Altarbereich.
Hans Kock gestaltete architektonische Elemente und Fenster in kräftigen Farben. Auf der Empore steht eine Orgel mit 38 Registern auf drei Manualen und Pedal. Eberhard Tolle setzte sie 1964 und 1965 aus Teilen älterer Kieler Orgeln zusammen. Drei Eisenglocken von Schilling & Lattermann ersetzten 1926 die im Ersten Weltkrieg abgegebenen Glocken. Die Gemeinde gehört heute zur Heiligengeist-Pfarrei und damit zur Nordkirche.
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