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Augustinerkirche

Die Augustinerkirche steht in Deutschland und wirkt außen mit schlichtem Mauerwerk und ohne Turm zurückhaltend. Innen empfängt dich ein frühbarocker Raum mit Emporen und Fürstenloge.

Als Klosterkirche entstand sie im dreizehnten Jahrhundert und wechselte von Zisterzienserinnen zu Augustinermönchen. Die Augustinermönche erweiterten den Bau und prägten ihn mit der Klarheit ihres Ordens. Martin Luther predigte hier mehrfach, bevor die Kirche 1524 evangelisch wurde. Herzog Ernst I. beauftragte Andreas Rudolph mit dem Umbau zwischen 1676 und 1680. Die Gestaltung hält den Blick auf Gottesdienst und Gebet gerichtet. Überladener Prunk fehlt trotz der repräsentativen Fürstenloge. Die Schmid-Böhm-Orgel klingt unter einem frühbarocken Prospekt.

Im nördlich anschließenden Kloster bewahrt ein gotischer Kreuzgang Grabsteine und Epitaphe früherer Bürger und Gelehrter. Sein Bau stammt aus dem Jahr 1366. Neben dem Altar liegt der Grabstein Friedrich Myconius’ mit einer Inschrift in Griechisch und Latein. Zwei Sagen verbinden den Ort außerdem mit dem Versuch des Teufels, Luthers Predigt zu stören.

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Gotha
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