Lina Rothschild
Lina Rothschild, geborene Lichtenstein, wurde 1868 in Hanau geboren und lebte später mit ihrer Familie in Frankfurt. 1891 heiratete sie den aus Netra stammenden Bernhard Rothschild. Gemeinsam zogen Lina und Bernhard drei Töchter in Frankfurt groß. Bernhard und sein Bruder Isidor führten dort seit 1890 das Geschäft Samuel Rothschild Söhne. Die Familie wohnte zunächst in der Frankfurter Herderstraße. Später lebte sie in einer Sechszimmerwohnung an der Wittelsbacher Allee. Die drei Töchter besuchten das jüdische Reformgymnasium Philanthropin in Frankfurt. Die Rothschilds waren außerdem im Deutschen Odd Fellow Orden aktiv und pflegten Verbindungen zu anderen Familien. 1931 zog die Familie an den Bornheimer Hang. Dort lag ihre Wohnung in der Karl-Albert-Straße 25, einer Siedlung des Projekts Neues Frankfurt.
Im Mai 1938 emigrierte Else über Hamburg nach Argentinien. Im Oktober 1941 flohen Lina und Bernhard über Berlin und Lissabon, doch Bernhard starb während der Überfahrt. Lina erreichte am 7. Dezember 1941 die argentinische Hauptstadt Buenos Aires. Dort lebte sie bis zu ihrem Tod 1956 bei ihrer Tochter Else. Stolpersteine erinnern an Lina, Bernhard und Else. Die kleinen Messingtafeln markieren den früheren Wohnort der Familie und verbinden ihre Geschichte mit der jüdischen Geschichte Frankfurts.
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