Rosa Stein
In Köln erinnert ein Stolperstein für Rosa Stein an eine jüdische Frau und ihre Verbindung zur Geschichte der Stadt. Die kleine Messingplatte liegt im Gehweg und verweist auf Rosa Steins Leben zwischen Familienpflichten, Glauben und Verfolgung.
Rosa Stein wurde am 13. Dezember 1883 in Lublinitz geboren und war Edith Steins ältere Schwester. Nach dem Tod ihrer Mutter empfing sie am Heiligen Abend 1936 im St. Elisabeth-Krankenhaus die Taufe. Noch in derselben Nacht erhielt sie während der Christmette ihre erste Heilige Kommunion. Edith konnte dabei sein, weil sie mit gebrochenem Handgelenk und Fuß im selben Krankenhaus lag. Rosa kümmerte sich lange um ihre Familie und arbeitete als Haushälterin für Friedas Familie in Breslau. Ende 1938 erschöpften sie die nationalsozialistischen Schikanen gegen jüdische Familien zunehmend.
Über Belgien und die Niederlande gelangte sie 1939 schließlich zum Karmel von Echt. Eine Betrügerin nahm ihr zuvor in Belgien sämtliche persönlichen Dinge ab. Im Sommer 1942 deportierten nationalsozialistische Kräfte Rosa und Edith aus den Niederlanden nach Auschwitz. Eine letzte Notiz aus dem Konzentrationslager bewahrt Rosas Glauben und ihre Nähe zu Edith. Der Stolperstein macht diese Geschichte mitten im Kölner Straßenraum sichtbar.
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