Chapelle Bellini
Die Chapelle Bellini steht in Cannes, etwas abseits des belebten Zentrums, umgeben von einem Park nach dem Vorbild toskanischer Gärten. Die neobarocke Kapelle entstand um 1894 als Teil der Villa Fiorentina und zeigt italienische Einflüsse. Besonders auffällig wirkt der rosa-weiße Glockenturm mit Uhr, dessen Form an einen Leuchtturm erinnert. Eine Holztreppe führt im hellen Innenraum zu einer kleinen Galerie.
1953 machte Emmanuel Bellini den Bau zu seinem Atelier, nachdem er ihn erworben hatte. Der in Monaco geborene Architekt und autodidaktische Maler verband leuchtende Farben mit Einflüssen von Fauvismus, Expressionismus und Impressionismus. Seine Bilder zeigen unter anderem Kutschen, Clowns, Zirkusszenen, Blumen und Landschaften aus Venedig, Paris, Monaco sowie der Côte d’Azur. Nach seinem Tod 1989 führte seine Tochter Lucette Bellini, ebenfalls Malerin, die Arbeit dort fort und richtete ein Museum ein.
Im Atelier stehen Staffeleien, Bücher, Gemälde und persönliche Gegenstände so, als wäre Bellini nur kurz hinausgegangen. Die Ausstellung umfasst seine Werke, einige Bilder Lucettes sowie Kataloge und Zeitungsausschnitte zu seinem Leben. Leise verbindet sich hier die Geschichte eines Künstlers mit der architektonischen Entwicklung von Cannes während der Belle Époque.
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