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Jáki kápolna

Die Jáki-Kapelle verbindet neoromanische Formen mit Motiven bedeutender ungarischer Kirchen. Ihre kräftigen Rundbögen prägen die Fassade. Architekt Ignác Alpár entwarf den Bau für die Millenniums-Ausstellung von 1896. Die Kapelle wirkt mittelalterlich, entstand jedoch als historisches Erinnerungsbauwerk. Ihr Grundriss erinnert an die romanische Kirche von Lébény. Das reich verzierte Portal kopiert den Eingang der Kirche von Ják. Mehrfach gestaffelte Bögen und steinerne Figuren bestimmen diesen markanten Zugang. Über dem Eingang stehen Christus und die Apostel als Teil des religiösen Bildprogramms. Im Inneren leuchtet über dem Altar Eszter Mattionis Mosaik der Heiligen Familie. Farbige Glasfenster zeigen Heilige aus der ungarischen Geschichte. Ursprünglich sollte der Bau als Bibliothek für das Landwirtschaftsmuseum dienen, doch Gemeindemitglieder wünschten einen Sakralraum. Weihbischof Medárd Kohl weihte die Kapelle 1915 dem heiligen Ladislaus. Während des Eucharistischen Weltkongresses 1938 feierten Eugenio Pacelli und Giovanni Battista Montini hier die Messe. Beide Geistlichen wurden später zu Päpsten. Die Jáki-Kapelle verbindet bis heute Architektur, Gebet und ungarische Erinnerung.

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Budapest
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