Andreaskirche
Die Andreaskirche steht im Bremer Stadtteil Gröpelingen und gehört zur evangelischen Gemeinde Gröpelingen und Oslebshausen. Der Bau entstand in der Nachkriegszeit.
Otto Bartning entwarf die Kirche für sein Notkirchenprogramm, Friedrich Schumacher übernahm weitere Planung und Bauaufsicht. Rote Backsteinwände prägen das Gebäude.
Ein rechteckiger Grundriss, ein Satteldach und sieben vorgefertigte Holzträger bestimmen die schlichte Architektur. Ein seitlicher Anbau ergänzt den Kirchenraum.
Über dem Eingang befindet sich ein Relief des Bremer Bildhauers Kurt Lettow. Im Inneren treffen Holzkonstruktion und Backsteinwände aufeinander.
Ein farbiges Rundfenster und das Relief bilden die wesentlichen Schmuckelemente des Raums. Ein freistehender Turm trägt zwei Bronzeglocken.
Die Glocken stammen aus der zerstörten Nikolaikirche und wurden neunzehnhundertdreiunddreißig gegossen. Auch die Orgel besitzt historische Substanz.
Alfred Führer fertigte das Instrument mit zwei Manualen und zwanzig Registern. Die Kirche ist heute vollständig zugänglich.
Bei der Renovierung verschwanden die Altarstufen, während Stühle die früheren Bänke ersetzten. Eine kleine Küche erweitert die Nutzung.
Hinter dem Altar kam dabei eine Zeitkapsel zum Vorschein, die erhalten und ergänzt wurde. Der Raum dient Gottesdiensten und Gemeinschaftsveranstaltungen.
In der Nähe liegt der Oslebshauser Friedhof mit Grabsteinen aus den Jahren achtzehnhundertneunzig bis neunzehnhundertfünf. Ein schwarzer Granitobelisk erinnert dort an Dietrich Bonhoeffer.
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