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Lueginsland

Lueginsland liegt am nordöstlichen Rand der Augsburger Innenstadt im Viertel Bleich und Pfärrle. Die erhaltene Bastion gehört zur früheren Stadtbefestigung und zeigt dicke Steinmauern, alte Wehrgänge sowie Spuren vergangener Geschütze. Auf dem oberen Niveau verbinden Treppen und Wege die Anlage mit einer öffentlichen Grünfläche. Unter schattigen Kastanien entstand dort ein Bierkeller.

Ab 1430 stand hier zunächst ein achteckiger Beobachtungsturm, der 1438 fertiggestellt wurde. Zwei Blitzeinschläge zerstörten oder beschädigten den Turm, bevor Augsburg ihn 1553 durch eine Bastion ersetzte. Bis zu einundzwanzig Kanonen sicherten damals die angrenzenden Mauern. Französische Truppen erweiterten die Befestigung um 1704 zu einer Zitadelle, deren Zusätze bald wieder verschwanden. Restaurierungen erfolgten 1915, in den 1950er- und 1980er-Jahren sowie 2015 und 2016. Heute steht die Anlage als Baudenkmal unter bayerischem Denkmalschutz.

Westlich davon erinnert der Hexenbrunnen an eine Augsburger Legende über verurteilte Frauen und ihren letzten Wasserhalt. Eine 1959 geschaffene Holzfigur blickt grimmig durch ein Eisengitter. Das Steinbecken mit Kipptränke ersetzte 1988 die frühere Betonschale. Ein Spielplatz greift mit seinem römischen Fort Augsburgs antike Geschichte auf und bietet Bereiche für ältere und jüngere Kinder.

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Augsburg
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