المعبد الكبير
Der Große Tempel von Abu Simbel steht im äußersten Süden Ägyptens, wo die Wüste auf das ruhige Wasser eines weiten Sees trifft. Vor dem warm leuchtenden Sandstein sitzen vier Figuren Ramses’ II., fast zwanzig Meter hoch und dem Sonnenaufgang zugewandt.
Mehr als dreitausend Jahre nach seiner Errichtung erzählen die Innenwände von Schlachten und Opfergaben. Geflügelte Geier schmücken die Decke und gelten als Schutzsymbole. Zweimal im Jahr dringt die aufgehende Sonne bis ins Heiligtum vor und beleuchtet Ptah, Amun-Re, Re-Harachte und Ramses. Als der Nil aufgestaut wurde, drohte der steigende Nassersee dem Monument den Untergang. In den 1960er-Jahren zerlegten internationale Teams den Bau in Hunderte nummerierte Blöcke. Sie setzten ihn hier mehr als sechzig Meter höher wieder zusammen.
Im wechselnden Licht verändern die ruhigen Gesichter der Statuen scheinbar ihren Ausdruck. Stein wirkt dadurch beinahe bewegt.
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- Abu Simbel
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