Kirche Göbschelwitz
Die Kirche Göbschelwitz steht im Leipziger Ortsteil Göbschelwitz auf dem örtlichen Dorffriedhof. Ihr Ostturm aus verputztem Bruchstein besitzt ein kleines romanisches Fenster und weist ins Hochmittelalter zurück. Das westlich anschließende Kirchenschiff entstand 1857 im neugotischen Stil. Spitzbogenfenster, ein ziegelgedecktes Satteldach und ein profiliertes Westportal prägen das äußere Bild.
Ein Brand zerstörte 1765 die Kirche und große Teile des Dorfes. Beim Neubau blieben der Turm erhalten und die mittelalterlichen Spuren sichtbar. Eduard Offenhauer baute 1859 eine Orgel mit elf Registern ein, die heute durch ein elektronisches Instrument ersetzt ist. Von den drei 1902 gegossenen Glocken blieben nach kriegsbedingten Einschmelzungen nur einzelne Bestandteile der Geschichte. Außenarbeiten zwischen 1990 und 1992 sowie die Innenrenovierung 1998 bewahrten den Bau vor dem Abriss.
Im Inneren verbinden flache Decke, dreiseitige Emporen und ein spitzbogiger Triumphbogen den Raum. Max Alfred Brummes Altarbild zeigt Jesus mit den zwölf Aposteln beim Letzten Abendmahl. Die Gesichter gehören dem damaligen Pfarrer, früheren Gemeindemitgliedern und Albert Schweitzer. Sechs Glasfenster führen das Thema weiter, darunter Darstellungen von Geburt und Auferstehung. Der Friedhof erinnert mit einem Denkmal an 14 im Ersten Weltkrieg gefallene Göbschelwitzer.
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