Wusterhausener Bär
Der Wusterhausener Bär steht im Köllnischen Park im Berliner Bezirk Mitte. Der kleine Rundturm ist der letzte erhaltene Teil der Befestigungsanlagen, die der Große Kurfürst nach dem Dreißigjährigen Krieg errichten ließ.
Zwischen 1662 und 1683 regulierten Wehre den Wasserstand der Gräben außerhalb der Berliner Festungsmauern. Ihre Durchgänge besaßen senkrecht verstellbare Tore und bis zu 7,5 Meter dicke Mauern. Runde Türme versperrten die Übergänge, während die Anlagen später vor allem Wassermühlen versorgten. Nach dem Verschwinden der übrigen Wehre blieb der Oberbär erhalten und erhielt wegen seiner Lage an der Straße nach Königs Wusterhausen seinen heutigen Namen.
König Friedrich Wilhelm I. ließ den beschädigten Turm 1718 erneuern. Als der Grüne Kanal verschwand, stand er an der Neuen Jakobstraße auf festem Boden. Denkmalfreunde versetzten ihn 1893 in den Köllnischen Park, wo eine kleine Sandsteinfigur bis heute an seiner Spitze sitzt.
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